Eine ältere Frau will sich trotz heftigster Schmerzen einen vereiterten Zahn nicht ziehen lasse. Sie glaubt fest daran, blind zu werden, wenn ihr der Zahn gezogen wird.

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So geschehen im Oktober 2013 in Nepal. Die Reisbäuerin lebt in einem ärmlichen Dorf im Südwesten Nepals nahe der indischen Grenze. Erst durch gutes Zureden von Mitbewohnern ihres Dorfes, denen ich auch einen Zahn hatte ziehen müssen und die nicht blind geworden waren, willigt sie ein. Sie wurde nicht blind. Aber schmerzfrei.

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Solche Erlebnisse sind bei einem Hilfsprojekt Alltag. Wie schon im Jahr 2012 war unser zahnärztliches Hilfsteam erneut für 7 Arbeitstage in Nepal, bei insgesamt 9 Tagen Auslandsaufenthalt. Nur so läßt sich der Spagat zwischen „helfen wollen“ und den Pflichten in der eigenen Praxis in Oberschleißheim halten. Schon im Januar 2013 hatte ich ein 14-tägiges „dental camp“ mit 4 Zahnärzten und 2 Zahntechnikern im Süden Indiens durchgeführt.

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Dieses Mal konnten wir 700 Patienten 357 Zähne mit Füllungen erhalten, 254 Zähne mussten leider gezogen werden.

Besonders am Herzen lag mir der Besuch einer Dorfschule mit 120 Kindern. Neben der Behandlung wurden alle Kinder, Lehrer und Betreuer spielerisch über die kindgerechte effektive Mundhygiene trotz schwieriger Lebensumstände aufgeklärt. Jedes Kind bekam Zahnbürste und Zahnpaste, um das Gelernte gleich ausprobieren zu können.

Nepal ist ein armes Land. Die Gesundheitsversorgung ist schlecht, insbesondere außerhalb des Kathmandutals. Wenn Sie meine Arbeit in Nepal unterstützen wollen, dann bitte ich Sie um eine Spende auf das Konto von:

OPEN-EYES e.V.
Deutsche Bank
Konto 2003929
BLZ 70070024
www.open-eyes-ev.org

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